Service-Navigation

Suchfunktion

Auswirkungen des Befalls durch Phomopsis viticola (Schwarzfleckenkrankheit) auf die Rebe

Wirtschaftlichkeit der Bekämpfung und Schadschwelle

 

In umfangreichen Untersuchungen in Jahren mit extremem Befall (1986 - 1988) wurde festgestellt, dass zwischen dem Befall durch Phomopsis und dem Ertrag eine signifikante Beziehung besteht. Bei 1 % nekrotisierten Internodien ist der Ertrag im ersten Jahr um 0,42 %, bei 1 % Weißrutigkeit um 0,24 %, vermindert. Im Folgejahr ist der Ertrag zum Teil zusätzlich durch den Ausfall von basalen Knospen verringert, dieser Effekt ist aber vergleichbar mit einem kürzeren Anschnitt. Der Einfluss einer Bekämpfung auf den Ertrag ist demnach relativ gering. Eine Bekämpfung ist demnach nur bei sehr starkem Befall und/oder hohen Hektar-Erlösen wirtschaftlich sinnvoll. Wird der Pilz jedoch langfristig nicht bekämpft, stellt sich die Frage, ob dies zu einer Befallszunahme führt, und ob die Vitalität der Reben unter dem Befall leidet.

Abbildung: Bekämpfungsschwelle bei Phomopsis in Abhängigkeit vom Wert des Traubenertrages

In vier- bzw. fünfjährigen Versuchen wurden die langfristigen Auswirkungen des Phomopsisbefalls auf Reben bei den hoch anfälligen Sorten Trollinger und Kerner untersucht. Auswirkungen auf die Vitalität (Wüchsigkeit) der Rebstöcke oder Absterbeerscheinungen wurden trotz teilweise hohen Befalls nicht festgestellt. Ein Ausfall basaler Augen trat in einzelnen Jahren auf. Die durch den Ausfall dieser Augen verursachte Deformation des Stockaufbaus war aber im Durchschnitt der Versuchsanlagen relativ gering. Die Jahreswitterung, insbesondere die Niederschlagsmenge im Mai, hatte einen wesentlich größeren Einfluss auf die Befallsintensität als die Bekämpfung mit Fungiziden.

 Untersuchungen zur kurzfristigen Auswirkung (ausführliche Fassung) 

 Untersuchungen zur langfristigen Auswirkung (ausführliche Fassung) 

 

Abbildung: Bei 1% Weißrutigkeit wurde der Ertrag in umfangreichen Untersuchungen um 0.24 % vermindert

 

Abbildung: Bei 1 % nekrotisierten Internodien lag der Ertragsverlust bei 0,42 %

 

 

Fußleiste