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Gescheinsansatz 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gescheinsansatz 2009

 

Trotz der nicht optimalen Vorjahreswitterung liegt der Gescheinsansatz wiederum leicht über dem langjährigen Mittel - siehe Tabelle 1. Dies trifft gleichermaßen für alle Sorten zu.

 

  Tabelle 1: Gescheinsansatz verschiedener Sorten Gescheinszahl/Trieb

Sorte/Jahrgang

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

Mittel
1990-2008

Trollinger

1,10

1,47

1,40

1,64

1,77

1,53

1,63

1,36

Lemberger

1,71

1,73

1,98

1,99

2,15

2,25

2,00

1,80

Schwarzriesling

1,74

1,77

1,83

1,92

2,10

2,00

1,97

1,83

Riesling

2,24

2,15

2,30

2,35

2,40

2,41

2,44

2,27

Kerner

2,12

2,13

2,05

2,29

2,40

2,33

2,33

2,03

Müller-Thurgau

1,86

1,92

1,96

2,16

2,18

2,16

2,09

2,04

Dornfelder

1,50

1,80

1,65

1,94

2,03

1,90

2,05

1,79

Silvaner

2,01

1,84

2,04

2,06

2,19

2,00

2,20

1,98


 

Selbst nach der weniger günstigen Vorjahreswitterung während der Holzreife, liegen die Gescheinszahlen über dem relativ hohen Mittel der Jahre 1990 bis 2008.

Die günstigen Witterungsbedingungen während der Knospendifferenzierung von Mai bis Anfang Juli waren hierfür entscheidend. Positiv ist der bereits basal hohe Fruchtansatz. Die Gescheins- bzw. Traubenverteilung über den Bogen hinweg ist dadurch recht gleichmäßig.

Bei Trollinger wirkt sich der weniger hohe Ertrag in 2008 nun in besonders guter Fruchtbarkeit aus. Der, über alle Sorten hinweg, hohe Austriebsprozentsatz von 90 bis 95% lässt ein hohes Ertragspotenzial erwarten.

Selbst in vorjährig frühzeitig hagelgeschädigten Flächen sind die Gescheinszahlen mit je nach Sorte von0,9m bis über 2 je Trieb überraschend hoch.

Trotz weniger guter Blütewitterung dürfte es nur in einzelnen Lagen sowie bei blüteempfindlichen Sorten zu nennenswerten Verrieselungen gekommen sein. Hingegen fördern die ausreichenden bis hohen Wasservorräte das Beerenwachstum, was erneut hohe Traubengewichte erwarten lässt.

Davon ausgehend kann schon jetzt prognostiziert werden, dass trotz lokal gravierender Hagelschäden auch 2009 Ertragsregulierung angesagt sein wird. Der Entwicklungsvorsprung von ca. einer Woche legt dabei nahe mit "scharfen" Ertragsregulierungsmaßnahmen bis kurz vor Reifebeginn der jeweiligen Sorte zu warten, um nicht zusätzlich zur Reifeverfrühung und damit Fäulnisförderung bei zu tragen.


25. 6. 2009
Rudolf Fox und Peter Steinbrenner

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