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Informationsnachmittag  Brennereiwesen  2019

am 16.01.2019 an der LVWO Weinsberg

Anmeldung erforderlich bis 07.01.2019 unter juergen.friz@lvwo.bwl.de oder 07134-504 212.

Die Veranstaltung ist kostenlos und öffentlich. Unser Angebot richtet sich an Kleinbrenner, welche den Einstieg in die Direktvermarktung planen oder ausbauen möchten. Stoffbesitzer sind herzlich willkommen. Die Referenten und das Kompetenzteam Brennerei stehen in der Pause und im Anschluss an die Veranstaltung zu Gesprächen zur Verfügung.

Jeweils ca. 40 Min. Vortrag, ca. 10 Min. Fragen (35/15 möglich)

Programm

Beginn: 13 Uhr
Ende: 16 Uhr

Uhrzeit

Programmpunkt

Referenten

13:00-13:05

Begrüßung

Dr. Hofmann

13:05-13:55

Vermarktung von Spirituosen - Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis

n.n.

13:55-14:45

Spirituosen professionell vermarkten – Tipps und Hilfe von Profis

Simon Weiß, Idea-Distillers GmbH

14:45-15:05

Pause

-

15:05-15:55

Warenwirtschaft und Onlineshop – aktuellen Herausforderungen mit Werkzeugen von heute begegnen

Benjamin Walleser, eseom UG

15:55-16:00

Schlusswort

Dr. Hofmann

 

Seit 01.01.2018 befinden sich die Brennereien in Deutschland in der Zeit nach dem Ende des Branntweinmonopols. Was bisher Zukunft war, ist seit einigen Monaten Realität.

Durch die Frostereignisse in 2017 gab es nur wenige Aktivitäten in Abfindungsbrennereien und seitens der Stoffbesitzer. Im Frühjahr wurde bereits in den Verbandsversammlungen auf die zahlreichen neuen Gegebenheiten wie Flächennachweis, neue Rohstoffliste etc. aufmerksam gemacht. Der Wegfall des Branntweinmonopols hat jedoch nicht nur steuerrechtliche Konsequenzen. Es fehlt auch ein Vermarktungsweg für den hergestellten Alkohol. Hier wurde auf die Möglichkeit zur Direktvermarktung verwiesen, sowie die Möglichkeit, Alkoholarten Mittelauf, sowie Vorlauf und Nachlauf getrennt im Verhältnis 2:1 an Alkoholhändler zu verkaufen. Die seitens der Alkoholhändler gezahlten Preise blieben in den letzten Monaten stabil, einige Sorten stiegen sogar moderat an.

Die Ernte 2018 brachte viel Obst in sehr guter Qualität hervor. Dementsprechend wird mehr Ware am Markt angeboten werden. Ob und wie stark sich das auf den Preis der Alkoholhändler auswirkt lässt sich derzeit kaum abschätzen.

Wer sich für den Einstieg in die Direktvermarktung interessiert oder bereits vor einiger Zeit erste Schritte in diesen Weg unternommen hat, konnte auf den Verbandsveranstaltungen einen Eindruck davon gewinnen, wie Handelsketten Produkte von Kleinbrennern regional vermarkten und welche Anforderungen dabei nicht nur an die Qualität der Produkte, sondern auch den Hersteller selbst gestellt werden. Bevor man eine Zertifizierung für den Handel nach International Featured Standard (IFS) oder vereinfachter Verfahren in Betracht ziehen kann, ist eine umfangreiche Entwicklung von einer Ablieferung an die Bundesmonopolverwaltung zur Direktvermarktung in Flaschen erforderlich.

Brennereien sind Lebensmittelbetriebe. Für Lebensmittelbetriebe gelten Vorschriften wie die Lebensmittelhygieneverordnung, das Mess- und Eichgesetz, die Fertigpackungsverordnung, die Lebensmittelinformationsverordnung und viele Weitere. Diese Bestimmungen gelten unabhängig von einem Vertriebskonzept über eine Handelskette oder ausschließlich über Direktvermarktung.

Direktvermarktung, so hört man häufig, gelänge mit Qualität und fairem Preis. Auszeichnungen durch Teilnahme an Wettbewerben wie den Verbandsprämierungen oder auch privater Unternehmen, führten zu Absatzsteigerung und erfolgreicher Entwicklung am Markt. Doch so einfach ist es nicht.

 

Abbildung 1: Entwicklung Schritt für Schritt

 

Sind alle Schritte über Erwerb eines Abfüllgerätes oder einer Hilfsvorrichtung, einer praktischen Lösung für die Themen Fertigstellung, Verpackung, Etikettierung, Präsentation getan und die ersten Verkäufe realisiert, steigt der Bedarf nach Information. Neben der gesetzlich geforderten Rückverfolgbarkeit gilt es, die Entwicklung einzelner Produkte zu verfolgen. Wie gut verkaufen sich diese? Wann muss man welche Mengen nachproduzieren, um lieferfähig zu bleiben? Händler bieten hier Schnittstellen, welche den aktuellen Bestand im Regal eines Marktes zeigen. Doch wie kann ich all diese Daten und Informationen als Brenner nutzen? Und was tun, wenn sich der Erfolg trotz Auszeichnungen, attraktiver Aufmachung und fairem Preis nicht einstellt? Helfen Zeitungsannoncen? Oder muss ich etwa online aktiv werden? Wer kann mir helfen?

Informationen von Experten bietet der vom Kompetenzteam Brennerei an der LVWO Weinsberg erneut in 2019 angebotene Informationsnachmittag Brennereiwesen am 16. Januar 2019. Zentrale Themen sind der Einstieg in die Direktvermarktung, Vermarktungswege und –strategien, sowie Unterstützung der betrieblichen Abläufe in Sachen Dokumentation, Rückverfolgbarkeit, Absatzentwicklung und Datenauswertung.

Wer in die Direktvermarktung gehen möchte, oder dort bereits aktiv ist, ist herzlich eingeladen, sich in unserem Hause zu Informieren. Neben Praxisberichten eines Betriebes stehen Ansprechpartner aus der privaten Wirtschaft zur Verfügung, die teils beachtliche Referenzen vorweisen können. Es lohnt sich also, sich die Zeit zu nehmen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

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