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Pierce'sche Krankheit

Dr. Walter K. Kast
LVWO Weinsberg
E-Mail:
walter.kast@lvwo.bwl.de


Die Pierce'sche Krankheit verursachte in Südkalifornien schon seit 1880 verheerende Schäden. Epidemien treten dort bis heute periodisch auf. Erreger der Krankheit ist das im Xylem lebende Bakterium "Xylella fastidiosa", das in vielen Pflanzen, nicht nur in der Rebe vorkommt. Befallene Reben reagieren mit Vertrocknen der Blätter und Früchte, unregelmäßiger Holzreife und meist raschem Absterben. Sorten können unterschiedlich reagieren. Als Überträger (Vektoren) sind bisher zwei in Nordamerika heimische, am Xylem saugende Zikadenarten mit z.T. hoher Mobilität und weitem Wirtskreis bekannt. Die Bekämpfung dieser Vektoren durch Insektizide ist sehr schwierig. Durch Entfernen der Infektionsquellen wird versucht, die Ausbreitung einzudämmen. In Europa fehlen die bekannten Vektoren. Das Bakterium wurde jedoch in Einzelfällen schon im Mittelmeergebiet nachgewiesen, mediterrane Gebiete dürften besonders gefährdet sein. Durch die Klimaveränderungen ist langfristig eine Gefährdung der Reben auch in Mitteleuropa nicht auszuschließen.

 

Abb.1: Absterbende Rebstöcke durch Pierce Krankheit

 

Abb. 2: Befallener Rebstock mit relativ unspezifischen Symptomen (Blattvergilbung)

 

 

 

 

Abb. 3: Ungleichmäßige Holzreife (ein relativ spezifisches Symptom)

 

Abb. 4: Rindenwarze am verholzenden Trieb (ein spezifisches Symptom)

 

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