Service-Navigation

Suchfunktion

 

Stickstoffdüngung und Befall der Reben durch Phomopsis

 

Dr. W. K. Kast
LVWO Weinsberg
E-Mail:
walter.kast@lvwo.bwl.de


In einem Freilandversuch mit der Rebsorte Kerner wurde der Einfluss unterschiedlicher Stickstoffversorgung auf den Befall der Reben durch Phomopsis viticola untersucht. In den Jahren mit günstigen Bedingungen für Phomopsis nimmt der Befall bei zu hoher Stickstoffdüngung deutlich zu. Im Bereich 0 - 50 kg Reinstickstoff/ha dagegen wird der Phomopsisbefall nicht unbedingt gefördert. Die Verschorfung der Triebbasis war im Bereich von 50 kg N/ha in einzelnen Jahren sogar geringer als in der völlig ungedüngten Variante.

Wie bei vielen anderen Pilzkrankheiten fördert eine Steigerung der Stickstoffversorgung offensichtlich auch die Entwicklung des Phomopsispilzes. Stickstoffmangel kann aber die Schäden ebenfalls vergrößern. Der Phomopsispilz breitet sich bekanntlich extrem lokal, oft nur über wenige Zentimeter vom befallenen Holz aus. Weil im Mangelbereich durch das langsamere Wachstum die anfällige Triebspitze länger in kritischen Nahbereich, nahe an dem befallenen Rebholz bleibt, kommt sie stärker in Kontakt mit den dort ausgestoßenen Sporen und wird deshalb bei den schlecht wachsenden Reben mehr geschädigt. Optimal versorgte, rasch wachsende Rebstöcke werden deshalb eher weniger geschädigt. Sinnvoll ist aus diesen Gründen eine ausgeglichene Stickstoffdüngung, kein Mangel aber auch keine Überversorgung.

 ausführliche Fassung

Fußleiste