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Brotgetreide

Marktlage Getreide

Welt:
Nach vier aufeinander folgenden Jahren mit deutlich positiver Weltgetreidebilanz sind die Endbestände wieder auf ein solides Niveau angewachsen. In der Januarschätzung beziffert das USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) den Weltgetreide-Endbestand zum 30.06.2017 (Getreide ohne Reis) auf rund 515 Mio.t. Daraus ergibt sich für das Getreidewirtschaftsjahr 2016/17eine Relation Endbestand zu Erzeugung von 24,9% bzw. eine Reichweite der Endbestände von rund 91 Tagen. So hoch wie zuletzt zur Jahrtausendwende. Für das Getreidewirtschaftsjahr 2017/18 weist das USDA erstmals wieder eine leicht defizitäre Getreidebilanz aus. Einer Erzeugung von 2.081 Mio.t steht ein Verbrauch von 2.088 Mio.t gegenüber. Dennoch wird die Versorgung auch im laufenden Jahr 2017/18 bei einem zuletzt nach oben korrigierten Endbestand zum 30.06.2018 in Höhe von 502 Mio.t weiterhin als solide bewertet. Die Schätzung des IGC (Internationaler Getreiderat in London) zeigt ähnliche Tendenzen.



Europa:
In ihrem Januarbericht schätzte die EU-Kommission die Getreideernte der EU-28 Staaten 2016 auf rund 296,7 Mio.t. Der Verbrauch lag mit rund 281,3 Mio. t nur wenig darunter. Die Drittlandexporte wurden für 2016/17 auf rund 38,2 Mio.t beziffert und lagen damit rund 14 Mio.t unter den Vorjahreswerten. Die Endbestände in der EU-28 zum Juni 2017 wurden auf 40,8 Mio. t taxiert und lagen trotz des geringeren Exports deutlich unter Vorjahresniveau (45,6). Für das aktuelle Getreidejahr 2017/18 schätzt die EU-Kommission im Januar 2018 die Ernte mit 305,5 Mio.t um rund 7 Mio.t besser ein als noch im Juli (298,6). In Summe liegt heute die Erntemenge rund 8 Mio.t niedriger als im Februar 2017 erwartet.



Deutschland:
Ende August schätzte das BMEL in seinem Bericht „Ernte und Preise“ die Ernte 2017 auf 45,3 Mio.t. Damit lag 2017 knapp unter dem Vorjahresergebnis (45,4). Eine marginale Einschränkung der Anbaufläche (-0,2%), bei etwas stärkeren Erträgen (+0,6%) führen zu diesem Ergebnis. Bemerkenswert ist, dass die schwache Ernte im Sommer durch eine recht gute Körnermaisernte im Herbst leicht aufgefangen werden konnte. Geschuldet ist das Ergebnis v.a. den ungünstigen Witterungsbedingungen in der Ernte sowie zahlreichen Schadwetterereignissen und Überschwemmungen im Osten und Norden Deutschlands.

Stand: 29.01.2018

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Marktlage Weizen

Weltweit wurde die Weizenernte 2017/18 auf rund 757 Mio.t geschätzt (Vj. 750). Die insgesamt solide Versorgung bei einem Verbrauch von 741 Mio.t lässt die Endbestände zum 30.06.2018 auf gut 268 Mio.t (stock-to-use-ratio = 36,2%) anwachsen. In der EU-28 schätzte die Kommission die Weizenernte 2017 auf rund 150,9 Mio.t, das waren knapp 7 Mio.t mehr als im Vorjahr. In Deutschland wurde 2017 rund 24,55 Mio.t Weizen gedroschen. Ein knappes Plus von + 0,3% zum Vorjahr. Der Weizendrusch war deutschlandweit aufgrund starker Niederschläge immer wieder ins Stocken geraten. Vielerorts waren Niederschlagsmengen gemessen worden, die ein Vielfaches der durchschnittlichen Niederschläge im Juli aufwiesen. Nasse, teils überschwemmte Felder ließen den Drusch nicht zu. Schwachen Fallzahlen und Auswuchs war die Folge, so dass wieder einmal Qualitätsware eher knapp verfügbar ist. Die Brotweizenpreise waren nach der Ernte leicht rückläufig, konnten sich aber inzwischen auf 14,30 €/dt befestigen. Die Prämien für Qualitätsweizen sind im gewohnten Umfeld. A-Weizen bringt Prämien um 0,20 bis 0,30 €/dt, E-Weizen erzielt derzeit Preise um 16,50 €/dt.

29.01.2018

Qualitätsweizen
Brotweizen
Brotgetreide 10 Jahre
Terminmarkt Weizen


Der Märzkontrakt in Paris verlor nach einer Spitze um 190,- €/t Anfang Juli deutlich an Boden. Ende Januar notiert er noch bei 156 €/t. Neben der weltweit soliden Versorgung mit Weizen, die sich im europäischen Markt v.a. durch hohe Exportzahlen aus Russland und anderen Schwarzmeer-Anrainern bemerkbar macht, lässt auch ein erstarkender Euro den Kursen kaum Spielraum nach oben. An der CBoT notierte Märzweizen Anfang Juli noch über 590 US-Ct/bushel. Aktuell notiert US-Weizen mit Seitwärtstendenz in einem Band zwischen 410 bis 440  US-Ct/bushel. Mit 757 Mio.t schätzt das USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) die Weltweizenernte 2017/18 inzwischen als die höchste aller Zeiten ein. Sie übersteigt das bisherige Spitzenergebnis des Vorjahres um 7 Mio.t. Damit hat das USDA die Weizenernte 2017/18 von Monat zu Monat höher eingeschätzt, was den Preisen am Markt kaum Spielraum nach oben einräumt.

29.01.2018

CBOT Weizennotierung
CBOT weizennotierung in $
Matif weizennotierung
MATIF Offene Weizenkontrakte
Marktlage Roggen


Auch wenn sich die Versorgungssituation mit Roggen leicht entspannt hat bleibt guter Roggen knapp. Die Roggenernte 2017 fiel in Deutschland mit 2,70 Mio.t rund 15% niedriger als im Vorjahr (3,17 Mio.t) aus. Gründe dafür waren vor allem in der reduzierten Aussaatfläche (- 5,8%) als auch geringere Erträge mit 50,1 dt/ha (Vj. 55,6). Aufgrund der eher engen Versorgung konnte sich Roggen etwas aus der Gesamtsituation im Getreidemarkt befreien, befindet sich aber aktuell auch in einer leichten Abwärtsbewegung. Deutschlandweit werden Ende Januar 2018 Preise für Brotroggen bei 14,30 €/dt genannt, rund 1,30 €/dt über Vorjahresniveau. Auf Großhandelsebene bewegen sich die Notierungen in Mannheim (franko Mannheim) in einem Band zwischen 16,90 bis 17,10 €/dt, zeigen aber ebenfalls leicht schwächere Tendenz.

29.01.2018

Jahresdurchschnittspreise Brotgetreide

Kalenderjahr

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

Qualitätsweizen

17,7

19,2

11,7

15,3

22,1

20,8

19,5

16,7

16,5

14,2

14,8

Brotweizen

17,1

18,3

10,7

14,3

20,5

20,2

18,9

15,9

15,7

13,6

14,2

Brotroggen

17,3

17,0

10,0

.

.

20,7

.

14,0

13,3

14,0

 

Wirtschaftsjahr

06/07

07/08

08/09

09/10

10/11

11/12

12/13

13/14

14/15

15/16

16/17

Qualitätsweizen

14,1

22,8

13,4

11,1

22,7

18,7

22,7

17,0

16,4

15,1

14,6

Brotweizen

13,3

21,9

12,6

10,5

21,0

18,0

22,1

16,3

15,3

14,7

13,8

Brotroggen

13,9

21,5

11,0

9,8

.

.

20,7

.

.

13,7

13,2

Erzeugerpreise in Baden-Württemberg, frei Erfasser, in €/dt, ohne MwSt.

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