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Aktuelle Preise KW 33/18

(Baden-Württemberg)
 

Brotweizen
175
€/t
Braugerste
205
€/t
Futtergerste
165
€/t
Körnermais
n.n.
€/t
 
Raps
350
€/t

Quelle: LBV

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Neue USDA-Zahlen bremsen den Aufwärtstrend bei Raps

Die Rapskurse an der MATIF in Paris zeigten in den zurückliegenden Wochen einen deutlichen Aufwärtstrend. Der Frontmonat NOV18 konnte seit Ende April von 346 auf 384 €/t zulegen. Allerdings ist dieser Trend durch die Veröffentlichung der Augustzahlen des USDA (amerikanisches Agrarministerium) am vergangenen Freitag deutlich ins Stocken geraten. Kurzfristig befanden sich die Kurse gar auf dem Weg nach unten.

Eine voraussichtlich gute Sojaversorgung in 2018/19, verbunden mit einer guten Versorgung im Pflanzenölbereich (v.a. Palmöl) sowie durch die Billigimporte von Biodiesel in den europäischen Markt hemmten schon in den letzten Wochen den Weg des Rapspreises nach oben. Allen Unbillen zum Trotz konnten sich die Rapskurse dennoch bis auf knapp über 380 €/t hocharbeiten. Getragen wurde dieser Aufwärtstrend von einer voraussichtlich weltweit leicht defizitären Rapsbilanz für 2018/19 sowie der sehr schwachen Rapsernte in Europa und Deutschland in diesem Sommer.

Mit der Einschätzung des USDA vom vergangenen Freitag änderten sich aber die Vorzeichen im Ölsaatenbereich. Eine massive Korrektur der erwarteten Sojaernte nach oben auf 378 Mio.t (+8 Mio.t zum Vormonat) aufgrund einer erwarteten Superernte in den USA (124,8 Mio.t; +7,5 Mio.t zum Vormonat) ließ den NOV18-Sojakurs an der CBoT unverzüglich um 6% von 910 auf 860 US-Cent/bushel einbrechen. Mit der Folge, dass auch die Rapskurse in Paris unter Druck gerieten. Zwar fiel der Rückgang aufgrund eines schwächeren Euros und den fundamental eher engen Zahlen im Rapsbereich nicht ganz so stark aus, dennoch brachen auch die Rapskurse um rund 2% weg. Allerdings gibt es bereits erste Widerstandssignale im Markt, so dass ein vollkommener Kurseinbruch als eher unwahrscheinlich betrachtet wird.

Wirft man alle Faktoren, insbesondere die gute Versorgung mit Soja, welches aufgrund des Handelsstreits zwischen USA und China v.a. auch den Weg nach Europa sucht, in den Ring, so ist es bei einem Rapskurs um 380 €/t durchaus eine Überlegung wert, im Rahmen des Risikomanagements bereits jetzt erste Teilverkäufe in Betracht zu ziehen. Denn ob die auflaufenden Lagerkosten tatsächlich durch Kurssteigerungen übertroffen werden können ist noch ungewiss.

© Schmid, LEL Schwäbsich Gmünd

Stand: 15.08.2018

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AGRARMÄRKTE 2018

Kapitel 2 Getreide

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