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Raps

Marktlage Raps
Die Welt-Rapsbilanz 2016/17 zeigte sich defizitär. Einer Ernte von 70,2 Mio.t stand ein Verbrauch von 71,3 Mio.t gegenüber. Für 2017/18 wird hingegen eine positive Welt-Rapsbilanz mit einer Produktion von 73,1 Mio.t gesehen, der ein Verbrauch von 72,2 Mio.t gegenüber steht. Bemerkenswert, da marktwirksam, ist, dass das USDA (amerikanisches Agrarministerium) bis November 2017 eine defizitäre Welt-Rapsbilanz geschätzt hatte, diese Einschätzung aber seit der Dezemberschätzung revidierte und nun ein positive Bilanz prognostiziert. In der EU-28 soll, Stand Januar 2018, auf 6,72 Mio. ha Anbaufläche eine Rapsernte von 21,8 Mio.t eingefahren worden sein. Das wäre ein Plus von 8,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die deutsche Rapsernte 2017 fiel dagegen nach den Zahlen des BMEL auf rund 1,31 Mio. ha mit rund 4,31 Mio.t (-5,9%) erheblich schwächer aus als im Vorjahr (4,57 Mio.t). Die Erzeugerpreise tendieren in den letzten Wochen schwächer auf einem Niveau von 33 €/dt. Die Abgabebereitschaft der Landwirte hält sich bei diesem Niveau noch immer in Grenzen. Franko Mannheim notiert Rapsschrot zwischen 20,60 bis 20,90 €/dt. Rapsöl (Raffinat) tendiert ebenfalls schwächer bei 760 €/t fob Hamburg. Die rückläufigen Tendenzen sind der soliden Versorgung, v.a. aber dem deutlich stärkeren Eurokurs geschuldet. Eine weiteres trägt eine gute Palmölproduktion bei, so dass im Rapsmarkt gewisser Druck herrscht.

29.01.2018

Raps Baden-Württemberg
Raps 10 Jahre

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

28,4

37,6

26,1

32,0

44,0

45,6

39,7

33,3

34,8

35,4

36,5

06/07

07/08

08/09

09/10

10/11

11/12

12/13

13/14

14/15

15/16

16/17

24,5

37,6

29,6

26,5

41,9

43,3

45,4

35,4

32,0

35,4

39,3

Erzeugerpreise in Baden-Württemberg, frei Erfasser, in €/ dt, ohne MwSt.

Terminmarkt Raps

Mit der Januarschätzung des USDA (amerikanisches Agrarministerium) scheint der Rapsmarkt den Halt verloren zu haben. Notierte der Februarkontrakt am 09.01.18 noch bei 358,75 €/t, so hält er sich Ende Januar gerade noch so über der 340 €/t-Marke. Neben den soliden fundamentalen Daten macht sich aber auch ein stärkerer Euro bemerkbar. Befestigt sich der Eurokurs in Relation zum US-Dollar um nur 1 US-Cent, so schickt das den Rapskurs an der MATIF rechnerisch um 3 €/t in den Keller. Zwischenzeitlich kratzt der Euro immerhin an der Marke von 1,25 US-$ je Euro. Fazit: In gleicher Weise wie ein schwacher Euro die Getreide- und Rapspreise in Europa stützt, schwächt ein starker Euro dieselben. In Summe steht derzeit kaum Hoffnung auf steigende Preise im Raum. Sowohl die fundamentalen Daten als auch die Währung über eher Druck aus.

29.01.2018

MATIF Rapsnotierung
Matif offene Kontrakte Raps
Rapskontraktkurse ICE Winnipeg
Rapskontraktkurse ICE Winnipeg in $

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