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Aktuelle Preise KW 03/19

(Baden-Württemberg)
 

Brotweizen
185
€/t
Braugerste
220
€/t
Futtergerste
180
€/t
Körnermais
170
€/t
Raps
345
€/t

Quelle: LBV

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Weizenkurse weiter im Seitwärtstrend

Die dürrebedingt schwache Ernte in Europa mit einem Selbstversorgungsgrad von nur 100,8 % und insbesondere in Deutschland (SVG: 85 bis 90 %) beschert uns einen Erzeugerpreis bei Weizen, welcher im Durchschnitt rund 3 €/dt über den Vorjahr liegt. Bei Futtergerste und bei Braugerste stellt sich das Bild noch etwas freundlicher dar. Dennoch ist es den Getreidepreisen bislang nicht gelungen, sich weiter nach oben zu befreien. Auch die leichte Befestigung nach dem Jahreswechsel auf Börsenkurse um 207 €/t scheint schon wieder ausgebremst zu sein.

Grund dafür sind gute Ernten in großen Getreideexportregionen der Welt, so in den USA, Russland und weiteren Schwarzmeeranrainern. In Summe wird nach den Dezemberzahlen des USDA (amerikanisches Agrarministerium) für 2018/19 eine Getreideernte von insgesamt 2.107 Mio.t erwartet. Zwar soll der Verbrauch mit 2.144 Mio.t deutlich darüber liegen, dennoch wird am Ende des Wirtschaftsjahres noch ein Endbestand von 603 Mio.t stehen. Das entspricht eine stock-to-use-ration (Verhältnis Endbestand / Verbrauch) von 28,1 % oder einer Reichweite von 103Tagen. In Summe wird daher die Verfügbarkeit von Getreide durch die aufnehmende Hand als solide versorgt betrachtet, auch wenn die Endbestände leicht rückläufig sind.

Ob diese Zahlen so eintreten werden ist aber noch ungewiss. Die Nachrichtenlage zeigt, dass in Australien eine Dürre die Ernte deutlich dezimieren wird. Dort fehlen gegenüber dem Spitzenjahr 2016/17 gut 22 Mio.t Getreide, gegenüber dem Vorjahr sind es immerhin minus 6 Mio.t. Auch die Wetternachrichten aus Südamerika sind derzeit nicht so rosig. Trockenheit in Brasilien und Nässe in Argentinien lassen Fragen offen. Der Saatenstand in Europa wird im Moment von der EU-Kommission als nicht ganz optimal bezeichnet. Hinzu kommt, dass politische Entwicklungen wie der Handelsstreit zwischen USA und China sowie die Entwicklung des Eurokurses die Kurse beeinflussten.

Für die kommenden Wochen besteht zumindest noch Hoffnung, dass sich die Preise etwas nach oben bewegen könnten. Wer noch Ware der Ernte 2018 hat, muss daher den Markt in den nächsten 2 bis 3 Monaten gut im Blick haben. Im Rahmen eines betrieblichen Risikomanagements sollte aber nicht alles auf eine Karte gesetzt werden. Nutzen Sie auch kleine Gelegenheiten für eine Teilvermarktung. Immerhin zeigt sich das Preisniveau nicht vollkommen unbefriedigend.


© Schmid,  LEL Schwäbsich Gmünd

Stand: 09.01.2019

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AGRARMÄRKTE 2018

Kapitel 2 Getreide

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